Karl Ranseier ist tot


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Karl Ranseier

† Karl Ranseier ist tot...

Karl Ranseier, der wohl erfolgloseste Hobby-Autor der Welt verstarb vergangenen Dienstag, als er das einzigste Buch aus seinem Regal holen wollte das er besaß. Ranseier rutschte von der Fußbank, dabei fiel ihm das Buch ins Genick und brach selbiges. Es handelte sich um den Roman: „Verloren und unbeliebt“. Von ihm selbst.
Ranseier hinterlässt eine 98 jährige Mutter, die gerade zum fünftenmal heiratete und drei Kugelschreiber.
Ranseier schrieb nur eine Geschichte, aber die war so was von Scheiße das keiner sie lesen wollte. Darauf hin gründete er einen Verlag, der aber schon nach zwei Monaten in die Pleite schlidderte.
Buh – Rufe erntete Ranseier am laufenden Förderband auf der Baustelle, wo er vorrübergehend arbeitete um seinen Unterhalt zu verdienen.
Ständig versuchte er seinen Mitmenschen Auszüge aus seinem Buch näherzubringen, was zur Folge hatte das die Leute sich entfernten. Wegen Seelischer Grausamkeit, seinen Kollegen gegenüber, bekam Ranseier Baustellenverbot und wurde fristlos entlassen. Bei seinem Abgang stolperte er und fiel mit samt Buch in eine lehmige Pfütze.
Ranseier wurde zu Lebzeiten nie vom Schicksal bevorzugt. Er gab nie auf, schaffte es aber nicht, ein Stern am Autorenhimmel zu werden, nein ein glänzender Stern war er nie. Ranseier wäre eher mit einem schwarzen Loch zu vergleichen, das sich selbst in sich hineinzieht.
Lassen wir ihn nun in Frieden ruhen.

Geschickt von Hans Peter Wolzenburg

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