Karl Ranseier ist tot
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† Karl Ranseier ist tot...
Karl Ranseier, auch Racing Karlchen genannt, der wohl unfähigste Rennfahrer aller Zeiten, verschied gestern, im Alter von 43 Jahren, 7 Monaten, 11 Stunden und 48 Minuten, auf der alten Steilstrecke des Nürburgrings.
Bei dem Versuch den Trampelrennwagen seines Sohnes am Rande der total vermosten und glitschigen Betonrampe aus dem Lehm zu ziehen, glitt er aus und rutsche, sich überschlagend nach unten, dabei brach er sich das Genick und die Knochen seiner Arme, was er jedoch nicht mehr mitbekam.
Racing Karlchen wollte mit dem Trampelauto einen neuen Rundenrekord auf der ursprünglichen Strecke aufzustellen und kam von der Strecke ab.
Sein letztes Formel 1 Rennen bestritt Ranseier 1985.
Ranseier wurde 1985 disqualifiziert, weil er in entgegengesetzter Richtung und rückwärts fuhr. Karl Ranseier ging als erster und bisher einziger Renn – Geisterfahrer in die Geschichte ein.
Auch eine Tüftelei Ranseiers wird wohl nie in Vergessenheit geraten, der Winter-Bolide. Ein 780 PS starker Panzerketten Rennwagen.
Da es das einzige Fahrzeug seiner Art war konnte Racing Karlchen immer nur gegen die Zeit fahren. Vom 18. – 25. Dezember 1989 fuhr er non Stop, von Boxenaufenthalten zum Tanken und Kettenwechsel abgesehen, und versuchte sich selbst zu überholen. Er schaffte es nicht.
In der DTM startete Ranseier auch, nach den ersten drei Rennen kamen Racing Karlchen schon wieder Ideen.
Er entwickelte einen Gelenkrennwagen, zwecks besserer Kurvengängigkeit, mit Neigetechnik. Das Fahrzeug kam jedoch nie zum Einsatz, Karl hatte sich an dem Faltenbalg mehrere Finger gequetscht. Bevor Karl wieder fahren durfte, ging die Saison zu Ende.
Solche Rückschläge hielten Ranseier nicht zurück, unentwegt tüftelte er weiter und stellte der Öffentlichkeit schon vier Monate später den Rocket vor, ein DTM Fahrzeug auf Mercedes Basis mit Flugzeugtriebwerk.
Es muss eigentlich nicht erwähnt werden, er verlor das Rennen.
Karl Ranseier hatte vergessen, eine Lenkung einzubauen.
Er donnerte mit dem Fahrzeug in einen See neben der Rennstrecke.
Nach einer längeren Schaffenspause folgte der Anfangs erwähnte Unglückstag auf dem Nürburgring.
Ranseier hinterlässt drei Frauen und einen Sohn, sowie sieben tiefer gelegte Bobby-Cars, die er für Seifenkistenrennen eingeplant hatte.
Auf dem Wohnzimmerschrank steht Ranseiers einzige Trophäe, die silberne Zitrone. Die bekam er vom ADAC für sein Lebenswerk verliehen.
Geschickt von Ted Striker
Habt Ihr weitere Ranseier für uns?
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