Geschichten

Männer
Mann und Frau
Kinder
Tiere
Computer
Religion

Sagen und Märchen


Rapunzel
Weltherrschaft
Froschkönig 2
Aschenputtel
Die ganze Wahrheit...
Hänsel und Gretel 2
Dornröschen
Paradies
Sterntaler
Tischlein deck dich
Die Prinzessin mit den...
7 Zwerge, ein Management-Märchen
Der Lampengeist
Frau Holle
Froschkönig?
Hänsel und Gretel?
Wolf und die sieben...
Schneewittchen auf...
Rotkäppchen?
Rotkäppchen 2
Rotk...die Zeit danach
Rotk...vom Beamten erzählt.
Redbullkäppchen
Ritter Gawain und...

Merkwürdiges
Sonstige

Oben keine Navigation?
Laden Sie bitte das komplette Frameset

Ist das noch Rotkäppchen?

Als in unserer Stadt wohnhaft ist eine Minderjährige aktenkundig, welche infolge ihrer hierorts üblichen Kopfbedeckung gewohnheits- rechtlich "Rotkäppchen" genannt zu werden pflegt.
Vor ihrer Inmarschsetzung wurde die R. seitens ihrer Mutter über das Verbot betreffs Verlassens der Waldwege auf Kreisebene belehrt. Sie machte sich infolge Nichtbeachtung dieser Vorschrift strafbar und begegnete beim Überschreiten des diesbezüglichen Blumenpflückverbotes einem polizeilich nicht gemeldeten Wolf ohne festen Wohnsitz.
Dieser verlangte in unberechtigter Amtsanmasung Einsicht in den zum Transport von Konsumgütern dienenden Korb und traf zwecks Tötungs- absicht die Feststellung, daß die R. zu ihrer verwandten und ver- schwägerten Großmutter eilends war.
Da bei dem Wolf Verknappungen auf dem Ernährungssektor vorherrschend waren, beschloß er, bei der Großmutter der R. unter Vorlage falscher Papiere vorstellig zu werden. Da dieselbe wegen Augenleidens krankgeschrieben war, gelang dem Wolf die diesfällige Täuschungsabsicht, worauf er unter Verschlingung der Bettlägerigen einen strafbaren Mundraub ausführte.
Bei der später eintreffenden R. täuschte er seine Identität mit der Großmutter vor, stellte der R. nach und durch Zweitverschlingung derselben seinen Tötungsvorsatz unter Beweis.
Der sich auf einem Dienstgang befindliche Förster B. vernahm verdächtige Schnarchgeräusche und stellte deren Urheberschaft seitens des Wolfsmaules fest. Er reichte bei seiner vorgesetzten Behörde ein Tötungsgesuch ein, welches zuschlägig beschieden wurde.
Daraufhin gab er einen Schuß auf den Wolf ab. Dieser wurde nach Empfangnahme der Kugel ablebig. Die Beinhaltung des Getöteten weckte in dem Schußgeber die Vermutung, daß der Leichnam Personen beinhaltete. Zwecks diesbezüglicher Feststellung öffnete er unter Zuhilfenahme eines Messers den Kadaver zur Einsichtnahme und stieß hier auf die noch lebende R. nebst Großmutter.
Durch die unverhoffte Wiederbelebung bemächtigte sich der beiden Personen ein gesteigertes, amtlich nicht zulässiges Lebensgefühl.

Der Vorfall wurde von den Gebrüdern Grimm zu Protokoll gegeben.

Home    Sitemap    Mail

Compadre.de ist Teil von:
http://www.compuexe.de
Compadre.de `99-